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Weißenstein ist eine ehemalige Zwergstadt und ein heutiger Stadtteil von Lauterstein im Landkreis Göppingen.

Geschichte Bearbeiten

1241 Wizinstain, 1391 Wyssenstain, 1458 Weissenstain (= „weißer Fels“), der Ort als Burgflecken wohl vor 1250 entstanden. Nach Weißenstein nannte sich eine 1241-1401 vorkommende Niederadelsfamilie, helfensteinische und auch dillingische Ministerialen; wahrscheinlich eines Stammes mit den von Degenfeld. Ihre Burg stand am Platz des im 15. Jahrhundert von den Herren von Rechberg errichteten Schlosses. Dieses, eine durch Türme und Erker reichgegliederte Vierflügelanlage, wurde im 17. Jahrhundert im Renaissancestil umgebaut; es war durch mächtige Schenkelmauern mit dem unterhalb liegenden Städtchen verbunden. Heute beherbergt es ein Institut für wissenschaftliche Fotografie. Der Ort kam an die von Rechberg, die ihm vor 1384 Stadtrecht verschafften. Er gehörte nacheinander mehreren Linien des Hauses Rechberg und fiel 1806 an Bayern, 1810 an Württemberg; bis 1938 zählte er zum Oberamt Geislingen.

Kirchengeschichte Bearbeiten

Weißenstein war bis zur Errichtung der Pfarrei 1478 Filial von Treffelhausen; eine Kapelle St. Maria, deren Patronat den von Rechberg gehörte, wird seit 1384 erwähnt. Katholische Pfarrkirche, 1478 erbaut, 1716/19 vergrößert und bis auf den spätgotischen Turm völlig barockisiert. Der einschiffige, mit eingezogenem Ostchor versehene Bau hat Spiegelgewölbe im Schiff, eine flache Tonne im Chor sowie Stuckdekorationen im Régencestil und ein Deckengemälde von Konrad Huber. Spätgotische Muttergottes um 1480, Kruzifix aus dem Kreis um Syrlin den Jüngeren und eine spätgotische Anna Selbdritt um 1500. Evangelisch zu Donzdorf.

Personen Bearbeiten

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