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Der Landkreis Schwäbisch Gmünd entstand 1934 aus dem Oberamt Gmünd. Verwaltungssitz war die Stadt Schwäbisch Gmünd. Seit 1973 ist der größte Teil des Gebietes Bestandteil des Ostalbkreises und bildet dort den Mittelbereich Schwäbisch Gmünd.

Geschichte Bearbeiten

1934 wurde aus den Oberämtern Kreise und 1938 entstand der Landkreis Gmünd aus dem bisherigen Kreis Gmünd und Teilen der Kreise Aalen, Gaildorf und Welzheim. Seit dem 2. Mai 1941 führte der Landkreis auf Antrag des Landrates Hoß die Bezeichnung Landkreis Schwäbisch Gmünd, um eine Verwechslung mit dem Landkreis Gmünd im Gau Niederdonau zu vermeiden.[1] Die Stadt Schwäbisch Gmünd erhielt bereits 1934 den heutigen Namen.

Nach der Bildung des Landes Baden-Württemberg 1952 gehörte der Landkreis Schwäbisch Gmünd zum Regierungsbezirk Nordwürttemberg. Durch die Gemeindereform ab 1970 veränderte sich das Kreisgebiet in zwei Fällen. Am 1. September 1971 wurde die Gemeinde Untergröningen in die Gemeinde Abtsgmünd, Landkreis Aalen, eingemeindet und verließ somit den Landkreis Schwäbisch Gmünd. Am 1. April 1972 wurde die Gemeinde Maitis in die Stadt Göppingen eingegliedert und verließ damit den Landkreis Schwäbisch Gmünd. Bereits 1968 wurden mehrere zur Gemeinde Pfahlbronn gehörende Exklaven an die Stadt Welzheim umgegliedert und verließen den Landkreis Schwäbisch Gmünd.[2]

Mit Wirkung vom 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Schwäbisch Gmünd aufgelöst und seine Gemeinden überwiegend dem neu gebildeten Ostalbkreis zugeordnet[3], der damit Rechtsnachfolger des Landkreises Schwäbisch Gmünd wurde. Drei Gemeinden kamen zum Rems-Murr-Kreis.

Politik Bearbeiten

Landrat Bearbeiten

Die Landräte des Landkreises Schwäbisch Gmünd von 1928 bis 1972:

Die Oberamtmänner des früheren Oberamts Gmünd von 1806 bis 1929 sind im Artikel Oberamt Gmünd dargestellt.

Wappen Bearbeiten

Wiki

Das Wappen des Landkreises Schwäbisch Gmünd zeigte in Gold einen rot bezungten schwarzen Löwen. Das Wappen wurde dem Landkreis Schwäbisch Gmünd am 19. April 1955 vom Innenministerium Baden-Württemberg verliehen.

Der staufische Löwe steht für die frühere Zugehörigkeit eines Großteils des Kreisgebiets zum Stammgebiet der Staufer, als dessen Keimzelle die spätere Stadt Lorch gilt.


Kfz-Kennzeichen Bearbeiten

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen GD zugewiesen. Es wurde ursprünglich bis zum 31. Dezember 1972 ausgegeben und ist seit dem 25. Februar 2013 wieder im Ostalbkreis erhältlich.

Literatur Bearbeiten

  • Dr. Konrad Theiss, Dr. Hermann Baumhauer (Hrsg.): „Kreis und Stadt Schwäbisch Gmünd“. Verlag Heimat und Wirtschaft, Aalen 1959.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Werner Kaufmann-Bühler: „160 Jahre Landkreis Schwäbisch Gmünd“ in „10 Jahre einhorn Schwäbisch Gmünd 1953-1963“, Einhorn-Verlag Eduard Dietenberger KG, Schwäbisch Gmünd 1963, S. 25
  2. Gmünder Stadt- und Kreischronik, in einhorn. Illustrierte Heimat- und Kulturzeitschrift für Stadt und Kreis Schwäbisch Gmünd, Nr. 86, Verlag Eduard Dietenberger KG, Schwäbisch Gmünd, April 1968
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): „Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982“. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 455 f.
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