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Der Klarenberg ist ein Höhenzug in Schwäbisch Gmünd, der vom Zeiselberg im Nordwesten bis fast nach Unterbettringen im Südosten reicht.

Geologie Bearbeiten

Der Klarenberg besteht aus wasserführenden Knollenmergel, was ihn für die landwirtschaftliche Nutzung unbrauchbar macht. Der feuchte Boden führt darüberhinaus zu Rutschungen, die in der Vergangenheit Bodenspuren in Form von Gruben, Wällen, Mulden un Buckel am Gebiet der Drei Seen hinterließen. Zudem führt der Klarenberg Grundwasser.

Vegetation Bearbeiten

Die Pflanzenwelt des Klarenbergs besteht aus Naturrasen, natürlich vorkommenden Sträuchern und Hecken sowie angelegten Streuobstwiesen.

Geschichte und Namensherkunft Bearbeiten

Um 1550 wird im Lagerbuch der Gmünder Priesterbruderschaft der Klarenberg urkundlich erwähnt. Man schreibt folgendes: „Item drei Jauchert stoßen an die Viehweid Sant Clara Berg und an Veit Hirschen“. Nach Stadtarchivar Albert Deibele muß an dieser Halde ein mittlerweile abgegangenes kleines Heiligtum von Sankt Klara bestanden haben, vermutlich eine Feldkapelle oder ein Bildstock. Der Name Klarenberg ist somit gleichbedeutend mit Berg der Heiligen Klara.

Aufgrund der sonnendurchfluteten Südlage des Hanges wurde im Mittelalter am Klarenberg Wein angebaut. Im Dreißigjährigen Krieg kam der Weinanbau zum erliegen, zudem nahm der Biergenuß zu, so daß sich wieder Wiesen auf den Hängen ausbreiteten.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann der Arzt Josef Keringer mit dem Hopfenabau am Klarenberg, der dort gute Erträge einbrachte. Allerdings begannen nach kurzer Zeit sämtliche Brauereien mit der Anlage von eigenen Hopfengärten im Stadtgebiet, so daß die Hopfengärten am Klarenberg an Bedeutung verloren und durch Obstbäume ersetzt wurden.

Heutige Nutzung Bearbeiten

Das Gebiet des Klarenbergs ist überwiegend in private Parzellen, sogenannten Gütle, aufgeteilt. Zahlreiche Gärten haben noch Bestände an Obstbäumen, andere sind mittlerweile in reine Freizeitgärten umgewandelt. Vereinzelte Grundstücke haben einen eigenen Stromanschluß.

Die Wege sind teilweise als regulärer, asphaltierter Weg erschlossen, einzelne Wohnhäuser führen die offizielle Adresse „Klarenberg“.

Von der Ronsperger Straße führt ein Fußweg auf das Hardt.

Straßen Bearbeiten

Neben der Straße Klarenberg führt die Klarenbergstraße, beginnend von der Sebaldstraße, am Fuß des Klarenbergs entlang.

Literatur Bearbeiten

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